Konzept

Das Kinderhäuschen bietet eine tägliche Kinderbetreuung für 10 Kinder im Alter vom 18. Lebensmonat bis zur Aufnahme in den Kindergarten. Das Kinderhäuschen ist montags bis freitags von 08:00 h bis 13:00 h geöffnet.
Nach einem täglichen Morgenkreis frühstücken alle Kinder gemeinsam. Nach der anschließenden Freispielphase gehen die Kinder nach draußen auf unseren Spielplatz.
Das Kinderhäuschen wird in Selbstverwaltung durch die Eltern betrieben. Unser Konzept setzt die aktive Mitarbeit aller Eltern voraus.

Dazu gehören:

  • Regelmäßige Anwesenheit des Kindes
  • Betreuungsdienst in der Gruppe nach Bedarf
  • Regelmäßge Elternabende
  • Verwaltungsarbeit/Vorstandsarbeit
  • Wartung aller Spielgeräte im Haus und Garten
  • Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten
  • Pflege des Gartens
  • Beteiligung an hausinternen Festen

Für eine gesunde Entwicklung benötigen sie eine sichere Bindung und Vertrauen in eine Bezugsperson sowie eine anregende Umgebung, die zum Nachahmen und Ausprobieren auffordert. Dazu gehört, dass die Kinder sich wohlfühlen. Emotionale Zuwendung und Einfühlungsvermögen geben den Kindern die Sicherheit, geliebt und anerkannt zu werden. Das Selbstvertrauen wird gestärkt.

Drei Erzieherinnen übernehmen die Aufgabe der Entwicklungsbegleitung. Sie sind für die Kinder feste Bezugspersonen.

Heidi Lazic


Anna Baumann

Ein strukturierter Tagesablauf gibt den Kindern Orientierung und Sicherheit. Gemeinsame Rituale, wie unser Morgenkreis, fördern das Gemeinschaftsgefühl.

Uns ist wichtig, auf die individuellen Unterschiede der Kinder einzugehen und sie in ihrer Entwicklung individuell zu unterstützen. Wir begleiten sie beim Erforschen ihrer Welt und dem selbstentdeckenden Lernen. Kinder erkunden neue Gegenstände zunächst völlig zweckfrei und mit allen Sinnen. Dazu bieten wir durch eine ansprechende Lernumgebung den Kindern Anreize, wollen sie aber nicht überfluten. Dies wird durch ein gezieltes Raumkonzept unterstützt. Dieses bietet den Kindern die Möglichkeit, sich ganz nach dem individuellen Befinden im Raum zu orientieren und gezielt ein Spiel oder Angebot herauszusuchen.

Wir arbeiten nach dem Situationsansatz. Das bedeutet, dass wir die Kinder in die Planung und Gestaltung des pädagogischen Programms miteinbeziehen Die Faszination der Kinder in den alltäglichen Situationen greifen wir auf und entwickeln mit den Kindern die Themen weiter. So entstehen z.B. Bastelangebote oder weiterführende Projekte. Die Kinder werden darin unterstützt, ihre eigene Lebenswelt zu erkunden und selbstbestimmt zu gestalten.

Auch die Sprachentwicklung wird über die Interaktion mit den Kindern gefördert. Das Vorlesen von Büchern, gemeinsames Puzzeln, Fingerspiele und Singen machen den Kindern Freude, vermitteln Geborgenheit und Sicherheit.

Ein Schwerpunkt unserer Einrichtung liegt auf der musikalischen Frühförderung. Dazu nutzen wir unseren Morgenkreis.

Die Kinder werden an die verschiedenen Formen von Musik herangeführt. Singen und das selbständige Musizieren mit kleinen Instrumenten fördert die Kinder auf einer ganzheitlichen Ebene. Bewegungslieder verbinden Musik mit Bewegung. Nicht nur Rhythmik und Motorik, auch mathematisches Denken, soziale Kompetenz und Sensibilisierung des Gehörs werden geschult.

Einmal pro Woche gehen die Kinder zum Turnen, wodurch die Motorik gefördert wird.

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Beim Turnen und Bewegen orientieren wir uns an dem Bewegungskonzept von Emmi Pickler. Sie entwickelte ihr Konzept, weil sie immer wieder beobachten musste, dass gerade behütete Kinder häufiger Unfälle als andere erlitten. Eine achtsame Haltung dem Kind gegenüber vom ersten Lebenstag an, ist ihr besonders wichtig. Dabei ist die Achtung vor der Eigeninitiative und dem Bedürfnis nach Selbstständigkeit des Kindes wesentlich. Nach Pikler ist es ein Grundbedürfnis des Kleinkindes alles SELBST TUN ZU WOLLEN, alles alleine auszuprobieren, das sollte man ACHTEN, deshalb sollte man das Kind machen lassen, auch wenn es dazu Zeit braucht. Die selbständige Entwicklung von Bewegung ist für sie Grundlage für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung.

Sie sagt, dass ein Kind erst dann eine neue Bewegung erprobt, wenn es in einem Bewegungsablauf absolut sicher ist. Deshalb sollte ein Kind nie in eine Position gebracht werden, die es noch nicht von selbst einnehmen kann (z. B. auf eine Rutschbahn setzen). Denn durch das Erproben der eigenen Kräfte und das sich daraus entwickelnde Selbstbewusstsein, haben die Kinder Freude an der eigenen Leistung, was sie zu weiteren Versuchen anspornt.

Wenn sie in eine Position gebracht werden, die sie noch nicht selbst einnehmen können, werden sie unsicher und übergehen einen wichtigen Entwicklungsschritt.
Deshalb beobachten wir die Kinder und lassen sie das, was sie sich schon alleine zutrauen, auch machen. Was sie noch nicht alleine können, hat noch Zeit.

Sie sollen nur das machen, was sie auch sicher können.
„Vor großen Gefahren schützen,kleine Gefahren kennen lernen“

Regelmäßige Waldbesuche vermitteln den Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur und der Umwelt, die sie mit allen Sinnen entdecken können. Die Kinder sind aktiv und viel in Bewegung.

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Durch Ausprobieren beim Malen, Kleben, Bauen, Puzzeln und den Umgang mit der Schere fördern wir die Feinmotorik der Kinder. Außerdem lernen die Kinder, die Grundfarben zu benennen und Gegensätze zu unterscheiden.

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Ablauf der Eingewöhnung:

Das Berliner Modell beruht auf der Bindungstheorie von John Bowlby und bedeutet, dass das Kind das Tempo der Eingewöhnung selbst bestimmt.

Zunächst überwiegt für das Kind die Belastung, dann die Freude am Spiel mit den anderen Kindern und die Neugier neue Dinge zu entdecken. Umso sensibler wir Erwachsenen die Eingewöhnung durchführen, umso schneller und umso intensiver kann sich das Kind einfinden und wohlfühlen. Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn die Erzieherin das Kind trösten kann und somit als Bezugsperson anerkannt wird.

Zunächst beobachtet die Erzieherin das Kind, die Mutter bleibt dabei der sichere Hafen und immer in der Nähe, allerdings passiv. Die ersten drei Tage ist die Bezugsperson dabei, die Erzieherin versucht durch Spielangebote Kontakt aufzubauen. Am vierten Tag erfolgt der erste, kurze Trennungsversuch mit einer bewussten Verabschiedung der Mutter.

Klappt alles gut, wird die Trennungsphase in den nächsten Tagen ausgedehnt. Montags ist immer gleich wie freitags. Falls sich das Kind nicht beruhigen lässt, holen wir die Mutter zurück. Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn sich das Kind in der Gruppe wohlfühlt und sich von der Erzieherin beruhigen lässt.